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Kettenmails

Ich bin Single.
Und höchstwahrscheinlich werde ich das auch bis an mein Lebensende bleiben.
Ein kleiner Trost ist dabei natürlich, dass bis zu meinem Lebensende nicht mehr so unheimlich viel Zeit vergehen wird.
Der Grund für beide Tragödien ist derselbe: Ich leite Kettenbriefe nicht weiter.
Ich kriege sehr oft Kettenbriefe, und meistens heißt es darin:
"Wenn du diesen Brief innerhalb von 10 Minuten an 45 Menschen weiterschickst, so wirst du deine große Liebe finden. Wenn du es nicht tust, wirst du ewig unglücklich bleiben."
Andere Kettenbriefe versprechen mir ein baldiges Dahinscheiden. Eine kleine Frage an diejenigen, die mir so etwas schicken und sich als meine Freunde bezeichnen: Was hab ich euch getan?

Man stelle sich einmal vor, wie das normale Leben aussehen würde, wenn es dort so zuginge wie in Kettenbriefen.
Beim Bäcker: "Wenn Sie mir innerhalb von einer Minute zehn Brötchen in eine Tüte packen, dann geb ich Ihnen Geld. Wenn Sie es nicht schaffen, ramm ich Ihr Gesicht wiederholt gegen Ihren Ofen, bis Ihre Fresse aussieht wie eine Hackfleischpizza."
Oder bei der Erziehung der Kinder: "Wenn du deine Hausaufgaben innerhalb von zehn Minuten schaffst, darfst du dir einen Keks nehmen. Wenn nicht, verkaufe ich dich an persische Teppichhändler."
Warum zum Teufel soll ich solche Erpressungen in Briefen akzeptieren und die Absender noch als meine Freunde ansehen? Solche Mails sind nicht süß, sie sind auch kein Spaß, sie sind einfach entsetzlich nervig, verschwenden meine ohnehin schon spärliche Zeit.

Oft genug ist die Motivation hinter dem Versenden von Kettenmails einfach nur pure, ungefilterte Gier.
Und zwar eine so große Gier, dass sämtliche Intelligenz unterdrückt wird. Und obwohl ich bezweifle, dass irgendwer auf mich hören wird, fasse ich es hier einfach mal zusammen:
* Sony Ericsson verschenkt keine Handys für weitergeleitete Mails
* Weder Microsoft noch Bill Gates verschenken Geld für weitergeleitete Mails
* AOL, Nokia, Apple und IBM verschenken auch nichts für weitergeleitete Mails
* Jede Person, welche für weitergeleitete Mails Geld verschenken will, ist wahrscheinlich von einem Gericht für geistig unzurechnungsfähig erklärt worden und verfügt über kein Vermögen
* "Gratis iPods" sind nicht gratis, sondern werden über Abonnements in einem Schneeballsystem bezahlt; die meisten Teilnehmer sind am Ende gefickt und kriegen keinen iPod (das kann sich jeder mit geringsten Mathekenntnissen ausrechnen)
* Die ICQ-Blume interessiert es einen feuchten Dreck, ob man irgendwelche Nachrichten weiterschickt. Sie wird nicht golden, verwandelt sich nicht in Puu, den Bären und macht auch keine lustigen Pupsgeräusche, wenn man mit dem Mauszeiger drüberfährt
* ICQ bleibt auch kostenlos, wenn man keine dämlichen Aufrufe verbreitet. Schon allein deswegen, weil die gar keine Chance haben, jemandem eine Rechnung zu schicken (oder gibt irgendwer im Profil seine reale Adresse an? Wenn ja: Du Depp !!)

Ich hege ja immer noch die Hoffnung, dass irgendwann genug Intelligenz in den Menschen steckt, dass dieses Krebsgeschwür von Kettenmails von allein abstirbt.
Es liegt bei euch, Freunde.
-by Klopfer
27.8.06 15:56
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Der, der in der S-Bahn fährt (19.10.06 20:20)
Also, beim "persischen Teppichhändler" hab ich mich endgültig bepisst beim lachen

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